Prüfungsvorbereitungskurs für Fleischerei – Fachverkäuferinnen / Fleischergesellen

An zwei Terminen in diesem Frühjahr hat die Fleischerinnung des Saarlandes in den Räumen des TGBBZ II, Am Mügelsberg in Saarbrücken wie bereits im vergangen Jahr einen Vorbereitungskurs auf die Abschlussprüfung für die Fachverkäuferinnen im Fleischerhandwerk durchgeführt.

Als Dozentin für diesen Kurs konnte Frau Lisa Hachenthal gewonnen werden.
Frau Hachenthal, hat in der Vergangenheit zahlreiche Auszeichnungen errungen.
Außerdem war sie Siegerin des Bundesleistungswettbewerbes.

Mit einer Gruppe von 15 hochinteressierten Auszubildenden aus dem ganzen Saarland hat Frau Hachenthal von der Metzgerei Hachenthal in Völklingen zwei mal drei Stunden trainiert.

Am ersten Termin standen der Ablauf der Prüfung und die Fleischteile – besonders vom Rinderhinterviertel – im Mittelpunkt. Beim zweiten Termin haben die jungen Leute unter fachlicher Anleitung Garnituren und Legetechniken geübt. Außerdem wurde ausführlich über küchenfertige Produkte und große Büffetplatten gesprochen, die zentraler Inhalt der praktischen Abschlussprüfung sind.

Ebenso wurde für die angehenden Fleischergesellen ein Prüfungsvorbereitungskurs angeboten. Dieser Kurs wurde von Herrn Fleischermeister Marco Jochem von der Metzgerei Jochem, Schwalbach durchgeführt. Auch hier wurde zunächst der Ablauf der Gesellenprüfung besprochen. Ferner wurde die Zerlegung einer Rinderhälfte in die einzelnen Teilstücke demonstriert. Weiter wurden Zuschnitt und Verwendung der Teilstücke besprochen sowie das Herstellen von Fleischplatten gezeigt und geübt.

Aufgrund der äußerst positiven Resonanz dieser Veranstaltung, plant die Fleischerinnung
künftig diese Kurse regelmäßig anzubieten.

Diese Fortbildungsmaßnahmen tragen einerseits dazu bei, dass den Teilnehmern nach der Ausbildung der Einstieg ins Berufsleben durch zusätzliches Wissen und Können erleichtert wird, andererseits dem Fleischerhandwerk künftig hoch qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen.

Die Herstellung von Fleisch-, und Wurstwaren, sowie deren Verkauf erfüllt heute längst nicht mehr das Berufsbild des Fleischers, bzw. der Fleischereifachverkäuferin.
Insbesondere Partyservice und das Zubereiten von Speisen werden in den kommenden Jahren mehr an Bedeutung gewinnen. Dieses Geschäftfeld umfasst u. a. den Plattenservice, die Lieferung an Gemeinschaftsverpflegungen wie auch das Eventcatering. Gerade der Bereich des Caterings erfordert für die Beratung, Planung und Durchführung von Veranstaltungen kompetente, innovative Fachkräfte.

Dieses Ziel kann nur durch eine fundierte Ausbildung, sowie eine ständige Weiterbildung erreicht werden. Daher werden künftig verstärkt Fortbildungsmaßnahmen durch die Fleischerinnung des Saarlandes angeboten werden.


Feinschmeckertreff

Vom 22.03. – 24.03. findet in Saarbrücken, in der Straße des 13. Januar, auf dem Gelände der Fleischwarenfabrik Schröder, der erste saarländische Feinschmeckertreff statt. Es handelt sich dabei um eine Fachausstellung für Gastronomie, Großküchen, Fleischereien und Einzelhandel. Insgesamt werden über 30 Aussteller mit rund 45 Ständen an diesem Event teilnehmen. Veranstalter ist unser Partner Schröder Fleischwaren.
Alle Innungsmitglieder sind zu diesem Event herzlich eingeladen. Eintritt und Verköstigung sind selbstverständlich frei.
Am 22. und 24.03. werden Bernhard Stigulinszky von SR 3, und am 23.03. Lea Linster jeweils ihre neuesten Kochbücher vorstellen.
Ebenfalls am Mittwoch, den 23.03. wird der saarländisch/pfälzische Sternekoch Jörg Glauben von der Fasanerie Zweibrücken anwesend sein.
Eine unterhaltsame und informative Moderation wird an allen drei Tagen Alice Hoffmann alias Hilde Becker durchführen.
Ein weiteres Highlight wird die Präsentation der Steakhouse-Formel 1, 2, 3 von Nice to Meat aus Holland sein.
Wir, die saarländische Fleischerinnung werden ebenfalls mit einem Infostand vertreten sein.
Ein Besuch lohnt sich also.


Prüfungsvorbereitungskurs der saarländischen Fleischerinnung

Die saarländische Fleischerinnung bietet in diesem Jahr erstmalig einen Prüfungsvorbereitungslehrgang für angehende Fleischereifachverkäuferinnen an.

Weitere Infos können stehen hier per >>> download <<< zur Verfügung.


Protokoll der Mitgliederversammlung mit anschließendem Schlemmerabend der saarländischen Fleischerinnung

Am 10. November fand die diesjährige Herbstversammlung der saarländischen Fleischerinnung im Ausstellungsraum der HWK Saarbrücken statt.
Herr Landesinnungsmeister Alfons Kratz zog ein positives Resümee über die Aktivitäten der Landesinnung in 2010.
Alle Betriebe, die eine Zulassung beantragt hatten, wurden, nicht zuletzt durch die Hilfestellung der Innung, rechtzeitig zum 01.01.2010 zugelassen.
Der Wurstwettbewerb, der in diesem Jahr bereits das dritte Mal stattfand, stieß wieder auf großes Interesse.
Im Juni veranstaltete die Innung erstmals ein eintägiges Motivationsseminar. Auch hier war die Beteiligung groß. Alle Teilnehmer
Herr Kratz gedenkte dem im September verstorbene Ehrenlandesinnungsmeister Herrn Manfred Hartmann. Herr Hartmann war maßgeblich an der Umsetzung der Organisationsreform im saarländischen Handwerk beteiligt. Das Amt des Landesinnungsmeisters hatte er von 1980 – 1992 inne.
Die Fleischerinnung des Saarlandes wird Ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Momentan arbeitet die Landesinnung mit den Vertretern des Ministeriums für Ernährung
An einer praxisnahen Umsetzung der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 Hierbei geht es um die Probenahmehäufigkeit von Hackfleisch bzw. Fleischerzeugnissen. Hierzu wurde eine Risikoanalyse und Risikomanagement entworfen. Zusammen mit dem entsprechenden Hygienevertrag, kann danach die gesetzlich vorgeschriebene Probennahmehäufigkeit von einer Probe pro Woche auf eine jährliche Probe reduziert werden.
Dieser Hygienevertrag wurde allen Mitgliedern zugesendet. Herr Kratz bittet alle Mitglieder, die diesen Vertrag noch nicht an die Innung zurückgeschickt haben, dies in eignem Interesse möglichst bald zu tun.
Nach den Ausführungen von Herrn Kratz stellte der Landesinnungsgeschäftsführer Herr Markus Strauß die Haushaltspläne der Innung, sowie der Qualitätsschutzvereinigung vor.
Beide Haushaltspläne wurden einstimmig genehmigt.
Nachdem keine Wortmeldungen erfolgten, schloss Herr Kratz die Sitzung und eröffnete den ersten Schlemmerabend der saarländischen Fleischerinnung.

Die Idee, eine solche Veranstaltung durchzuführen entstand bereits zum Jahresanfang.
Initiator dieser Idee war der Landesinnungsgeschäftsführer Herr Markus Strauß.
Ursprünglich sollte ein Fachseminar zusammen mit einem Vertreter der Gewürzindustrie stattfinden.
Es kristallisierte sich jedoch schnell heraus, dass man den Innungsmitgliedern mehr anbieten wolle und könne.
So wurden zu dieser Veranstaltung nicht nur die Unternehmer, sondern auch ihre Mitarbeiter eingeladen.
Für diesen Abend konnten mehrere Firmen gewonnen werden, die einerseits überwiegend im Saarland ansässig sind und andererseits durch ihre jahrelange Fördermitgliedschaft die Arbeit der Landesinnung unterstützen.
Zu Beginn referierte Herr Heinz Günter Wirth, Fa. SCHEID Gewürze, Überherrn, über Zusatzstoffe und Allergene allgemein, aber auch produktspezifisch. Er betonte die zunehmende Bedeutung dieses Themas und zeigte auf, wie wichtig es sei, diese Informationen den interessierten Kunden kommunizieren zu können.
Herr Wolfgang Bäcker, Fa. GROSSMANN, Reinbek, stellte den Anwesenden kurz den Werdegang des Unternehmens vor. Danach verwies er auf die reichhaltige Produktpalette im Bereich von Feinschmeckersalaten. Das Fleischerhandwerk sei auf dem Weg zum Feinkostanbieter und
dazu gehöre neben diversen Feinkostsalaten auch beispielsweise Fingerfood für den Partyservice.
Es folgte Herr Alexander Schuler, SCHRÖDER Fleischwaren Saarbrücken. Herr Schuler regte an, im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft auch auf nicht alltägliche Fleischspezialitäten zurückzugreifen. Hier empfahl er besonders Iberico Schweinefleisch aus Spanien, sowie Ochsenfleisch aus Irland. Außerdem verwies er auf die reichhaltige Produktpalette der Fa. Schröder, sowie ihrer französischen Partnerfirma JECA im Bereich Pasteten und französischen Patees, Rilletes etc.
Auch Herr Volker Kipper, Fa.STROBEL Metzgereibedarf, Saarbrücken, stellte sein Unternehmen vor. Besonders Stolz ist Herr Kipper auf die eigene Naturdarmverarbeitung,
die die Fa. Strobel erst seit wenigen Jahren sehr erfolgreich betreibt. Auch im Bereich Maschinen und Bedarfsartikel ist die Fa. Strobel seit mehreren Generationen Anlaufpunkt für Fleischereien nicht nur aus dem Saarland. Herr Kipper erklärt sich gerne bereit, bei Interesse seinen Betrieb vor Ort vorzustellen.
Das letzte Referat wurde wieder von Herrn Wirth, Fa. SCHEID gehalten. Hierbei zeigte er Produktinnovationen, Markttrends und viele weitere zielgerichtete Ideen nicht nur für das bevorstehende Weihnachtsfest. Er versäumte es auch nicht, immer wieder auf die Motivation des Verkaufspersonals hinzuweisen.
Herr Kratz dankte allen Referenten für ihre auf den Markt abgestimmten und sehr interessanten Vorträge.

Danach kam der gemütliche Teil des Abends.
Jede Firma war mit einem Stand vertreten, an dem die vorgestellten Produkte begutachtet und verkostet werden konnten. Von diesem Angebot machten die ca. 100 Teilnehmer regen Gebrauch und orderten auch vielfach von den angebotenen Produkten für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft. Abgerundet wurde das Angebot durch die von der Weinhandlung Wuttke, Saarbrücken, zur Verkostung dargereichten erlesenen Weine aus ihrem Sortiment.

Zum Abschluss waren sich alle einig, dass es sich um eine gelungene Veranstaltung gehandelt habe, die man künftig regelmäßig durchführen sollte.


Das Protokoll

der Mitgliederversammlung der Fleischerinnung des Saarlandes vom 10. November 2010 steht Ihnen hier auch per >>> download <<< zur Verfügung.


Praxisnahe Umsetzung von EU Vorschrift durch die saarländischen Fleischerinnung

Praxisnahe Umsetzung von EU Vorschrift durch die saarländischen Fleischerinnung
Mit der Verordnung (EG) Nr. 2073/2005 über mikrobiologische Kriterien für Lebensmittel hat der EG - Gesetzgeber für viele Lebensmittel so genannte Lebensmittelsicherheits- und Prozesshygienekriterien festgelegt. Das bedeutet, dass Grenzwerte für bestimmte Keime gelten, die nicht überschritten werden dürfen. Beispielsweise gilt für Hackfleisch eine „Nulltoleranz“ für Salmonellen. Die Untersuchungshäufigkeit richtet sich grundsätzlich nach der Größe, den Produkten, den Lieferwegen, dem Ausbildungsstand der Mitarbeiter und der Produktionsweise. Sie wird auf der Basis einer Risikoanalyse betriebsspezifisch festgelegt. Für bestimmte Produkte, wie zum Beispiel Hackfleisch aus industriellen Großbetrieben, das zentral hergestellt und mit mehrtägigen Verkehrsfristen in den Verkehr gebracht wird, sind feste Probenahmehäufigkeiten definiert.

Betriebe, die kleine Mengen an frisch durchgedrehtem Hackfleisch („Ladenhackfleisch“) herstellen und innerhalb eines Tages verkaufen, kann es auf Antrag gestattet werden, die Häufigkeit der Untersuchungen aufgrund des geringeren Risikos zu reduzieren.

Die saarländische Fleischerinnung hat in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Gesundheit und Verbraucherschutz (LGV) ein entsprechendes Konzept erarbeitet. Innungsbetrieben ist es nun möglich, auf Antrag eine Reduzierung der Probenhäufigkeit auf ein angemessenes Niveau zu erreichen.
Diesem Hygienekonzept liegt ein Systemvertrag zu Grunde.

Die Probenhäufigkeit wird risikobasiert bestimmt nach der gemäß Beprobungsschlüssel in den jeweiligen Systemverträgen angegebenen Probenahmehäufigkeit.

Die Qualitätsschutzvereinigung der saarländischen Fleischerinnung organisiert für ihre Mitglieder die kostenlosen Probenahmen und trägt auch die Kosten des gesamten Genehmigungsverfahrens.

Der Landesinnungsmeister, Herr Alfons Kratz, sowie der Geschäftsführer Herr Markus Strauß, lobten die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Vertretern des LGV und zeigten sich sehr zufrieden über das Ergebnis, das den Innungsbetrieben in Form von Bürokratieabbau und Kostenersparnis zu gute kommt.


Pressebericht
Förderung des Nachwuchses – Investition in die Zukunft
-Urkunden für Teilnehmer von Fleischkäsewettbewerb verliehen-

afz. pm. Saarbrücken. Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der saarländischen Fleischerinnung standen der Bericht des Landesinnungsmeisters Alfons Kratz sowie die Ehrung der Teilnehmer am Fleischkäsewettbewerb, die vom Präsidenten der Handwerkskammer Hans Alois Kirf durchgeführt wurde.


Alfons Kratz konnte zur Frühjahrsversammlung neben den zahlreich erschienenen Fleischermeistern Vertreter der Handwerkskammer, des Tierkörperbeseitigungsverbandes, der Veterenäre, der Berufsgenossenschaft sowie LehrerInnen der berufsbildenden Schulen begrüßen.
In seinem Bericht hob Kratz hervor, dass die Wirtschafts- und Finanzkrise auch im Fleischerhandwerk ihre Spuren hinterlassen habe, neigen doch die Verbraucher gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dazu, dem „aggressiven Preisdumping bei Fleisch und Fleischzubereitungen in den Discountern zu erliegen.“ Großes Lob sprach er seinen Fachkollegen aus, die zum Teil große Anstrengungen erbrachten, um ihre Umsätze zu halten. Viele zeigten sich sehr innovativ und haben erkannt, dass es durch Serviceleistungen außerhalb der Geschäftszeiten, an Wochenenden und Abenden, z. B. durch Partyservice, gelingen kann, Kunden wieder an das Fachgeschäft zu binden. Kratz führte weiter aus, dass das Problem der EU Zulassung insbesondere für Schlachtbetriebe zwischenzeitlich – wenn auch mit großer zeitlicher Verzögerung - gelöst sei. In Gesprächen mit dem Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ging es, so der Landesinnungsmeister, darum, eine praxisnahe Lösung für die anstelle der Hackfleischverordnung getretene Verordnung zu finden, die wöchentliche mikrobiologische Untersuchungen vorschreibe, was aber für kleine und mittlere Betriebe nicht zu schaffen sei.


Als positiv bewertet Kratz die aktuellen Zahlen im Bereich der Ausbildung. So erlernen derzeit 104 Auszubildende den Beruf der Fachverkäuferin im Fleischerhandwerk und 83 junge Menschen den Beruf des Fleischers. Stolz zeigte sich Alfons Kratz darüber, dass ab Herbst dieses Jahres wieder Prüfungsvorbereitungslehrgänge angeboten werden, die auch schwächeren Auszubildenden zu einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss verhelfen sollen. Hierzu konnten Lisa Hachenthal und Marco Jochem gewonnen werden, die beide als erfolgreiche Teilnehmer am Bundesleistungswettbewerb wichtige Erfahrungen gesammelt haben und somit hoch qualifiziert die Förderung des Nachwuchses angehen können.


Ausführlich ging der Landesinnungsmeister auf den Fusionsprozess zwischen den Fachberufsgenossenschaften mit der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten ein, an dessen Ende ein Fusionsvertrag steht, der Ende Juni im Rahmen der Vertreterversammlung abgestimmt wird. Hierbei wertete Kratz den ausgehandelten Vertrag als eine gute Lösung, wenn der Gesetzgeber die Selbstständigkeit der Fachgenossenschaften schon nicht mehr zulasse. Zum Abschluss seiner Ausführungen wies er darauf hin, dass der Zusatzstoffordner, der auch die allergenen Stoffe beinhaltet, drucktechnisch leider nicht bis zur Innungsversammlung fertig gestellt werden konnte, so dass eine Verfügbarkeit erst zu einem späteren Zeitpunkt besteht.


Ausführungen zur Imagekampagne des Handwerks erhielten die Innungsmitglieder von Dietmar Henle, Handwerkskammer des Saarlandes, der das Motto der Kampagne „Das Handwerk – die Wirtschaftsmacht von nebenan“ vorstellte. Dabei geht es darum, das Handwerk in der Öffentlichkeit, insbesondere bei Jugendlichen und in Schulen, zu präsentieren, da es als vielseitigster Wirtschaftsbereich in Deutschland das Kernstück der deutschen Wirtschaft darstelle. Aufgrund der Tatsache, dass jeder Handwerksbetrieb Mitglied der regional zuständigen Handwerkskammer sei, könne diese als Sprecher des gesamten Handwerks der Region fungieren. Henle verdeutlichte anhand von Zahlen, dass das Handwerk eine tragende Säule der Wirtschaft sei, da mehr als 4,8 Millionen Beschäftigte in 151 Ausbildungsberufen einen Jahresumsatz in dreistelliger Milliardenhöhe erwirtschaften. Klar machen muss sich der Bürger auch, dass es kaum einen Lebensbereich gibt, in dem man auf die Fertigkeiten und das Know- how von Handwerkerinnen und Handwerkern verzichten kann.


Im Anschluss richtete der Präsident der Handwerkskammer des Saarlandes Hans Alois Kirf ein Grusswort an die Versammlung, in dem er eindringlich die Lukrativität des Handwerks auch als Ausbildungsgrundlage für die heutigen Jugendlichen sehe. Bildungspolitisch mahnte er die stärkere Verfügbarkeit von Ganztagsschulen an, die verhindere, dass ein hoher Prozentsatz an Jugendlichen ohne Schulabschluss keine vernünftige berufliche Perspektive hätte. Die alarmierende Zahl der Schulabbrecher und „nicht beschulbaren“ Jugendlichen muss, und darin sieht er eine vordringliche gesellschaftliche Aufgabe, schnellstmöglich reduziert werden.


Im Anschluss zeichnete er eine große Zahl von Fleischermeisterinen und Fleischermeistern, die erfolgreich am Fleischkäsewettbewerb teilgenommen haben, mit Urkunden aus.

9. Juni 2010

FLEISCHERINNUNG des Saarlandes

gez. Alfons Kratz
Landesinnungsmeister
gez. Markus Strauß
Geschäftsführer

Das Protokoll

der Mitgliederversammlung der Fleischerinnung des Saarlandes vom 9. Juni 2010 steht Ihnen hier auch per >>> download <<< zur Verfügung.


Das Protokoll

der Mitgliederversammlung der Fleischerinnung des Saarlandes vom 27. Mai 2009 steht Ihnen hier auch per >>> download <<< zur Verfügung.



Pressebericht
Saarländisches Fleischerhandwerk gut aufgestellt

afz.pm.Saarbrücken. Dass das Handwerk für ihn einen großen Stellenwert hat, unterstrich der saarländische Ministerpräsident Peter Müller durch seine Anwesenheit bei der Mitgliederversammlung des Fleischerhandwerks in der Handwerkskammer des Saarlandes.
Landesinnungsmeister Alfons Kratz, der neben dem Hauptgeschäftsführer der HWK, Georg Brenner, den Landtagsabgeordneten Eugen Roth, Dr. Andreas Meier- Winn , Gesundheitsministerium, Werner Dörr, Berufsgenossenschaft, die Veterinäre sowie die Lehrerinnen und Lehrer der berufsbildenden Schulen begrüßte, freute sich über den regen Besuch seiner Kollegen mit ihren Frauen.

In seinem Bericht führte Alfons Kratz aus, dass die saarländischen Fleischereien von der Weltwirtschafts- und Finanzkrise derzeit noch wenig spüren. Problematischer sei die Konkurrenz durch die Frischetheken der Discounter. Hierbei sind die Betriebe gut aufgestellt, die neben dem Verkauf an Fleisch- und Wursttheken den Partyservice und einen lukrativen Mittagstisch als weitere Standbeine vorweisen. Es gelte, so der Innungsmeister weiter, „vorhandene Chancen zu nutzen durch ein innovatives, flexibles und kreatives Sortiment.“
Erfolg versprechend kann hier auch das gezielte Eingehen auf das Ernährungsbewusstsein junger Verbraucher sein, die zunehmend auf gesunde Ernährung und eine entsprechende Beratung im Fachgeschäft setzen.
Als Hemmnis eines optimalen Betriebsmanagements sieht Kratz immer noch die bürokratischen Hürden, die dank des Engagements der Innung schon etwas abgeschwächt werden konnten. Hierbei führte er die Erleichterungen bei den Zulassungsbedingungen aus. Auch bezüglich der Umsetzung der Hygiene- Richtlinien zeigte Kratz Vereinfachungen dahingehend auf, dass die Form der Umsetzung der Bestimmungen letztendlich dem Unternehmer überlassen bleibe.
Starre Vorschriften für Räume und Abläufe entfallen, bisher zugelassene Betriebe bleiben in jedem Fall zugelassen.
Er appellierte an seine Kollegen im Fachgeschäft, sich mit klaren Botschaften von den Discountern abzusetzen, in dem eine kontinuierliche Information der Mitarbeiter erfolge, für gute Ausbildungsplätze geworben werde und qualifizierte Kräfte vom Arbeitsmarkt verlangt werden. In diesem Zusammenhang dankte er den Lehrerinnen und Lehrern der saarländischen Berufsbildungszentren, die mit großem Engagement die Umsetzung der neuen Lehrpläne vorangebracht hätten.
Die Ausbildungssituation bezeichnete Kratz als konstant, mit insgesamt 233 Auszubildenden, davon 108 Fleischer und 125 Fleischereifachverkäuferinnen sieht er die saarländische Fleischerinnung gut aufgestellt.
Im weiteren Verlauf der Mitgliederversammlung erhielten die erfolgreichen Teilnehmer des 2. Lyonerwettbewerbs ihre Urkunden durch den Ministerpräsidenten Peter Müller, der sich im Rahmen seiner Ansprache dafür aussprach, im Nahrungsmittelbereich durchgängig den ermäßigten Mehrwertsteuersatz anzuwenden, sei es für die Waren im Geschäft wie auch für den Partyservice, der zur Zeit unter den normalen Mehrwertsteuersatz fällt. Auch Müller betonte, dass eine gute Ausbildung eine gute Versicherung gegen Arbeitslosigkeit biete und ermutigte die Unternehmer, diese auch künftig zu sichern. Er plädierte weiter dafür, dass die handwerkliche Leistung deutlich vom Discounter unterscheidbar sein müsse und regte an, dies eventuell in Form eines Siegels oder sonstigen Erkennungszeichens zu tun.
Von den 55 Wettbewerbsteilnehmern erhielt eine überwiegende Anzahl Goldmedaillen für ihre hervorragende Lyonerqualität.

Pressebericht
2. Lyonerwettbewerb mit großer Resonanz und Superergebnis
- Ministerpräsident Peter Müller überreichte die Urkunden–

afz/pm. Saarbrücken. Zum zweiten Mal hatte die saarländische Fleischerinnung zu einem Lyonerwettbewerb aufgerufen, an dem über 50 Betriebe teilnahmen und die überwiegende Zahl mit Goldmedaillen prämiert wurde.

Damit hat die Fleischwurst, wie diese „Nationalspeise“ in vielen Gegenden Deutschlands bezeichnet wird, wieder ihre herausragende Bedeutung im Wurstsortiment der saarländischen Fleischerei bewiesen.
Dies unterstrich auch Ministerpräsident Peter Müller, der es sich nicht nehmen ließ, die Ehrung der erfolgreichen Fleischereien persönlich vorzunehmen.
Im Beisein von Georg Brenner, dem Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer des Saarlandes, hob Landesinnungsmeister Alfons Kratz die „große Rolle der Lyoner bei den Verzehrsgewohnheiten“ der Verbraucher hervor, ist der Name doch im Saarland als „geschützte geografische Angabe“ patentiert ist.
Ministerpräsident Peter Müller – nach eigenem Bekunden mit dem Lyoner groß geworden – wertete die Patentierung als einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der hohen Qualität, was sich in dem äußerst guten Abschneiden der Wettbewerbsteilnehmer wieder spiegelt. So betonte er, dass er sich nach weiten Reisen auf die saarländische Fingerfood – sprich ein gutes Stück Brot und Lyoner freue und damit diesem Fleischereiprodukt ein Stück saarländische Identität bescheinigte.

Pressebericht
Saarländische Fleischerinnung im Gespräch mit Vertretern des Landesamtes für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz (LSGV)

Einer langjährigen Tradition gemäß hat sich der Vorstand der saarländischen Fleischerinnung am 10. März 2009 zu einer gemeinsamen Sitzung mit den Amtstierärzten des Saarlandes zusammengefunden. Diese Zusammentreffen finden im jährlichen Turnus statt und dienen dem gegenseitigen Gedankenaustausch und der Beratschlagung aktuell auftretender Probleme.

Beherrschendes Thema dieser Tagung war - wie schon in der jüngsten Vergangenheit - die Umsetzung der Vorgaben der EU-Zulassung für Schlacht- und Produktionsbetriebe nach der VO (EG) Nr. 853/2004. Ziel der Diskussionen war es, gemeinsam mit den Veterinären Lösungswege zu erarbeiten, um den Betrieben den Erhalt der Zulassung zu erleichtern und bürokratische Hemmnisse und Hürden im Zusammenhang mit dem Zulassungsprocedere abzubauen. So verwies der Vertreter des saarländischen Ministeriums für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales, Herr MinR Dr. Meier-Winn auf die Vereinfachung der Zulassungsbedingungen, insbesondere auf den Wegfall von Vorgaben in der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift (AVV) Lebensmittelhygiene. Frau Dr. Weimer vom Landesamt für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz (LSGV) erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass es für eine schnelle Zulassung unabdingbar sei, vollständige Zulassungsanträge einzureichen.

Man erzielte Einigkeit darüber, im Zusammenhang mit der Zulassung sinnvolle Verbesserungen anzustreben, die die Betriebe finanziell nicht überforderten.

Weitere Themen waren die Vermeidung und der Abbau von im Zusammenhang sowohl mit Lebensmittelkontrollen als auch mit mikrobiologischen Untersuchungen nach der VO (EG) Nr. 2073/2005 auftretenden Mängeln.

Herr Landesinnungsmeister Alfons Kratz bedankte sich zum Abschluß der Sitzung für die konstruktive Zusammenarbeit, die das Auffinden unbürokratischer Lösungen ermögliche.

10. März 2009

FLEISCHERINNUNG des Saarlandes

gez. Alfons Kratz
Landesinnungsmeister
gez. Markus Strauß
Geschäftsführer


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